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Lachclubs/ Wie gründe ich einen Lachclub?

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Wer ist geeignet, einen Lachclub zu gründen?

Eine Antwort auf die Frage, welche Bedingungen erforderlich seien, um einen Yoga-Lachclub gründen und danach leiten zu können, gab Dr. Madan Kataria am 26. Juni 2005 anlässlich eines Treffens von Lachclubtrainern und Lachtherapeuten in Frankfurt am Main. Er sagte, dass Jede und Jeder, der / die den Wunsch hegt, einen Lachclub zu gründen, dies ohne Prüfung (und auch ohne Zertifikat) tun könne. Nur dann, wenn jemand einen Lachclub gut zu leiten verstünde, würden die Menschen zu ihm kommen. Sie würden „mit den Füßen“ abstimmen und dorthin gehen, wo ihnen Lachyoga am besten geboten werde… Einzige Voraussetzung sei also, dass der Lachclubleiter die Gruppe gut leiten könne, damit diese Bestand hätte.

Diese Voraussetzung bedeutet natürlich: die Fähigkeit, Leute anzuleiten und zu begeistern, Liebe zum Yogalachen, ein großes Engagement, sehr viel Geduld und Durchhaltevermögen. Viel Übung und Erfahrung im Lachyoga ist wichtig, um die Gruppe sicher anzuleiten. Diese Erfahrung kann man sich gut aneignen, indem man andere Lachclubs besucht - am besten mehrmals wöchentlich. Eine Wochenend-Ausbildung führt zwar zum Zertifikat als Lachclubleiter - das bedeutet aber noch lange nicht, daß man genügend Erfahrung hat. Das Zertifikat ist dazu da, den TeilnehmerInnen etwas Verbrieftes vorzeigen zu können. Es ersetzt jedoch nicht die oben angeführten Voraussetzungen. Die Abstimmung "mit den Füßen" ist das Entscheidende.

Dennoch ist eine Wochenend-Ausbildung sehr zu empfehlen, da man hier die eigenen Fähigkeiten erproben kann und viele Übungen und Hintergrundinformationen lernt. Ein guter Anlaufpunkt ist auch die zweijährlich stattfindende Lachyoga-Konferenz, da sich hier viele LachtrainerInnen treffen und Workshops geben, so daß ein umfassender Einblick in die Szene möglich ist.

Wie oft trifft sich der Lachclub?

Manchmal dauert es Monate oder gar Jahre, bis ein Lachclub einen stabilen Kern an TeilnehmerInnen hat. Wichtig ist die Regelmäßigkeit - z.B. jede Woche immer am gleichen Tag zur gleichen Uhrzeit. Schon zweiwöchentliche Lachtreffs ergeben eine Unregelmäßigkeit (welche Woche ist jetzt dran?), die zu geringerer Akzeptanz führt. Am besten wäre ein täglicher Treff wie in Indien, aber das kann in Deutschland wohl niemand leisten.

Wo trifft sich der Lachclub?

Die Frage des Raums ist sehr wichtig. Es soll ein schöner Raum sein, in dem man sich wohlfühlt und gerne lacht. Groß genug für die Gruppe und geeignet zum Lautsein, ohne die Nachbarn zu stören. Versucht es also nicht zu Hause - es sei denn, ihr besitzt selbst ein geeignetes Anwesen. Solche Räume kosten Geld und sind schwer zu finden. Manchmal ergibt sich eine Möglichkeit in der Kirchengemeinde, bei der Stadt oder im Sportclub. In der Regel muß man da eine Miete zahlen, die über Einnahmen gedeckt werden will.

In der warmen Jahreszeit kann man auch in Freien lachen. Dazu sind Parks gut geeignet - wobei es sein kann, dass die TeilnehmerInnen anfangs Probleme haben, in der Öffentlichkeit zu lachen und dann nicht kommen. Die Wurzel der Yoga-Lachbewegung sind die Parks! In Indien wird meistens im Park gelacht. Lachen ist nicht etwas, für das man sich schämen müsste. Das laute Lachen in der Gruppe weckt Interesse, auch wenn viele Passanten etwas skeptisch dreinschauen. Im Lauf der Zeit gewöhnen sie sich daran und machen vielleicht sogar mit.

Was kostet das Lachen?

Lachen kostet nichts. Jeder kann lachen und braucht dafür nicht noch Geld hinzulegen. Wieviel Geld du für die Lachclub-Session nimmst, hängt ganz von deinen Vorstellungen ab. Es gibt Kosten für die Raummiete und deine perönlichen Kosten für Fahrt, Vorbereitung, Werbung u.s.w. Wirklich kostendeckend mit etwas Gewinn wäre ein Lachclub wohl erst mit 15,- € pro Stunde und Teilnehmer. Nur ist die Frage, wieviele Leute bereit sind, so viel jede Woche zu zahlen. Ein Beitrag zwischen 5,- und 10,- € ist realistisch. Wenn man den Hut für eine freiwillige Spende herumgehen lässt, kommt in der Regel nur ein Betrag von ca. 2,- pro TeilnehmerIn zusammen. Das lohnt sich aber, wenn 25 Leute mitlachen. Und es sollen ja nicht nur die Menschen lachen, die genug Geld aufbringen können, sondern möglichst alle.

Wer das Lachyoga professionell betreiben will, sollte nicht den Lachclub selbst als primäre Einnahmequelle sehen, sondern sich damit ein Umfeld aufbauen. Wenn der Lachclub einmal bekannt ist, wird es auch mehr Gelegenheiten geben, honorierte Veranstaltungen zu organisieren.

Eine weitere Möglichkeit sind Veranstaltungen in der Erwachsenenbildung, z.B. in der Volkshochschule oder in ähnlichen Institutionen. Wenn es sich hier um regelmäßige Kurse handelt, würde ich diese auch im erweiterten Sinn als Lachclub bezeichnen. Oft finden TeilnehmerInnen hier die Möglichkeit, einmal in das Yogalachen "hineinzuschnuppern" und merken schnell, ob es ihnen behagt. Der Vorteil für den Kursleiter ist eine gesicherte Einnahme von ca. 25,- € pro Stunde. Vielleicht finden sich ja dann auch Begeisterte für den normalen Lachclub.

Wie mache ich Werbung?

Die beste Werbung ist immer noch die eigene Persönlichkeit und Ausstrahlung.
Darüber hinaus gibt es noch andere bewährte Methoden:

1. Schreibt an die örtliche Presse, die Werbepostillen und die Kirchenblätter. Ruft an. Versucht, in den kostenlosen wöchentlichen Veranstaltungskalender zu kommen. Auch der lokale Rundfunk und das Lokalfernsehen sind wichtige Multiplikatoren. Organisiert eine Einführungsveranstaltung mit großem Trara, so dass ihr in die Presse kommt. Inzwischen ist Lachyoga so bekannt und gleichzeitig immer noch ungewöhnlich, daß das Medieninteresse groß ist.

2. Für den Anfang genügen fotokopierte Flyer. Verteilt sie an jeden, den ihr seht. Später sollten es professionelle Faltblätter sein. Mit Logo, Text, Bildern zum Lachclub und Erläuterungen zum Lachyoga.

3. Vor allem für die Jüngeren ist das Internet sehr wichtig. Also mindestens eine Internetseite und eine Facebookseite gründen. Das Aussehen der Internetseite ist zum Beispiel für Firmenkunden ganz entscheidend. Aber die Seite kann auch völlig verspielt und lustig sein. Persönlich geschrieben und mit Fotos. Gut geeignet wäre auch ein Webblog mit persönlichen Einträgen über das Lachyoga. Vermeide eine vorgefertigte Contentmanagement-Seite mit leeren Inhalten. Ich habe auch schon viele verwaiste Lachclubseiten gesehen, mit Einträgen, die drei Jahre alt sind. Die Seite sollte immer den Eindruck machen, als ob gerade direkt jemand dran sitzen würde.


--Carolyn Krüger 12:14, 4. Nov. 2011 (UTC)

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